Glossar

Abblenden

Als Abblenden wird das Schließen der Blende bezeichnet. Umgangssprachlich wird der Begriff auch zur Beschreibung einer möglichst großen Schärfentiefe verwendet.


APS-C Sensor

Der Name APS-C leitet sich von der Bezeichnung APS (Advanced Photo System) ab. APS-Film wurde 1996 eingeführt und war damit eine der letzten Entwicklungen der analogen Fototechnik. Das Aufnahmeformat entspricht etwa 13 des 35mm-Kleinbildfilms. Bei Sensoren steht der Begriff APS-C (das C steht für Classic) für eben dieses Aufnahmeformat und wird umgangssprachlich auch Kleinformat genannt. Nikon nennt dieses Format DX.


Beugungsunschärfe

Mit Beugungsunschärfe ist eine verminderte Qualität der Schärfe gemeint, welche durch Beugung von Licht bei sehr kleinen Blendenöffnungen entsteht. Wenn eine große Schärfentiefe das Ziel ist und dabei die Blende weiter geschlossen wird, sollte diesbezüglich ein Kompromiss eingegangen werden. Die Beugungsunschärfe kann bei besonders hochwertigen (scharfen) Objektiven schon sehr früh auffallen. In der Regel kann davon ausgegangen werden, dass bei Kleinbild die Blendenwerte f/5.6 und f/8, bei Mittelformat die Blendenwerte f/8 und f/11, sowie bei Großformat (4×5 Inch) die Blendenwerte f/11 und f/16 noch ohne nennenswerten Einschränkungen genutzt werden können.


Bildrauschen

Parallel zum Korn bei analogen Filmen begrenzt das Bildrauschen das Auflösungsvermögen von Fotografien. Wird eine höhere Empfindlichkeit gewählt, wird das Bildrauschen, als sogenanntes Verstärkerrauschen intensiver ausgeprägt. Es sind Pixel, welche aufgrund einer Störung von den restlichen abweichen. Ähnlich dem Verstärkerrauschen in der Tontechnik.


Blendenstufe

Eine Blendenstufe (engl. F-Stop) ist ein Wert zur Berechnung der Belichtung. Dabei wird die Menge des Lichts halbiert oder verdoppelt. Bei der Verringerung der Empfindlichkeit von 200 ASA auf 100 ASA, der Verringerung der Belichtungszeit von 1/2 Sekunde auf 1/4 Sekunde oder bei der Verkleinerung der Blendenöffnung von Blende f/5.6 auf Blende f/8, ist von jeweils einer Blendenstufe Unterschied die Rede. Für Anfänger ist dieser Begriff oft verwirrend, da dieser in erster Linie mit der Blende und nicht auch mit den anderen Werten zur Modifikation der Belichtung in Verbindung gebracht wird. Blendenstufen können ebenfalls in halben oder gedrittelten Schritten angegeben werden.


Brennweite

Die Brennweite ist physikalisch der Abstand zwischen der Hauptebene einer Linse oder Linsengruppe und dem Fokuspunkt. Praktisch definiert die Brennweite eines Objektivs den Bildwinkel (Bildausschnitt) der Aufnahme, welcher jedoch auch vom Aufnahmeformat abhängig ist. Je größer die Brennweite ist, desto kleiner ist der Bildwinkel und umgekehrt. Brennweiten werden grob in drei Kategorien unterteilt: Weitwinkel, Normalbrennweiten und lange Brennweiten (auch Teleobjektive genannt). Objektive, bei denen man die Brennweite einstellen kann, werden Zoomobjektive genannt. Objektive mit nur einer Brennweite werden Festbrennweiten genannt.


Chromatische Aberration

Chromatische Aberration, oder auch Farbsäume genannt, ist ein optischer Abbildungsfehler, bei dem das Licht verschiedener Wellenlängen ungleichmäßig gebrochen wird. Dabei entstehen bei Konturen farbliche Ränder oder gar komplette Unschärfen. Oft tritt der Effekt bei minderwertigen Objektiven und ganz Besonders zum Bildrand hin auf.


Filmkorn

Das Filmkorn ist die Auflösungseinheit eines fotografischen Films. Es besteht aus belichteten und entwickelten Silberpartikeln. Filmmaterial mit einer niedrigen Empfindlichkeit für Licht besitzt feineres Korn und damit eine höhere Auflösung. Größere Partikel an lichtempfindlichen Silberverbindungen können in kürzerer Zeit mehr Licht aufnehmen und liefern damit eine höhere Empfindlichkeit. Allerdings verringert sich dadurch auch die Auflösung.


Kleinbildkamera

Als Kleinbildkamera werden Fotoapparate bezeichnet, die 35mm-Film nutzen. Darüber hinaus kann behauptet werden, dass hier üblicherweise ein Aufnahmeformat von 24 x 36 mm gegeben ist. Es kann sich dabei jedoch auch um Halbformatkameras handeln, die nur ein Format von 18 x 24 mm aufweisen und bei gleicher Filmmenge die doppelte Anzahl mit halber Auflösung realisieren. Ebenso gibt es Panoramaformate, bei denen, wie beispielsweise bei der Hasselblad XPan, ein Aufnahmeformat von 24 x 65 mm belichtet wird. Digitalkameras, welche das Kleinbildformat 24 x 36 mm nutzen werden umgangssprachlich auch Vollformatkameras genannt. Dieser Begriff ist jedoch irreführend, da ein volles Format relativ ist. Mit Vollformat ist letztendlich nur Kleinbild gemeint.


Kleinbild-Äquivalent

Mit Kleinbild-Äquivalent ist eine Deklaration des Formatfaktors gemeint. Die Eigenschaften der Brennweite eines Objektivs variieren bei unterschiedlichen Aufnahmeformaten. Dabei wird unter Anderem der Bildwinkel (sichtbarer Ausschnitt) beeinträchtigt. Eine Brennweite von beispielsweise 90mm, ist bei Kleinbild eine lange Brennweite mit engerem Ausschnitt, bei Mittelformatkameras eine Normalbrennweite und bei Großformatkameras ein Weitwinkelobjektiv mit großzügigem Bildwinkel. Da das Kleinbild-Format das gängigste Aufnahmemedium darstellt, werden Objektive an anderen Formaten häufig mit der Wirkung an Kleinbildkameras verglichen. Üblich wurden diese Angaben bei der großen Vielzahl an verschiedenen Sensor-Formaten bei Digitalkameras, welche in der Regel kleiner als das Kleinbildformat sind und daher auf kürzere Brennweiten zurückgreifen, um einer gewohnten Anwendung zu entsprechen. Einfacher wäre es nur mit dem Bildwinkel als Deklaration zu arbeiten.


Lange Brennweite

Eine lange Brennweite weist einen kleineren Bildwinkel als eine Normalbrennweite auf (40 Grad oder kleiner). Damit erscheinen Motive, welche sich weiter weg befinden, näher als mit kleineren Bildwinkeln. Fotograf:innen benutzen lange Brennweiten um den Blick auf bestimmte Details zu lenken oder besondere Ausschnitte zu komponieren. Durch den oft resultierenden größeren Abbildungsmaßstab fällt die Schärfentiefe dabei geringer aus und Motive werden einfacher durch eine selektive Führung der Schärfe freigestellt. Auch perspektivisch erscheinen die Elemente in der Komposition enger zusammengerückt. Oft wird eine längere Brennweite Teleobjektiv genannt. Ein Teleobjektiv ist jedoch nur eine lange Brennweite mit kürzerer Bauweise. Das bedeutet, dass alle Teleobjektive lange Brennweiten sind, doch nicht alle lange Brennweiten Teleobjektive.


Leica

Die Leica Camera AG (ab 1986, zuvor Ernst Leitz Wetzlar GmbH) ist ein deutsches Unternehmen mit dem Sitz in Wetzlar. Es entstand aus dem 1849 in Wetzlar von Carl Kellner gegründeten Optischen Institut. Mit den ersten Schraubleicas etablierte sich ab 1914 langsam das Kleinbildformat in der Fotografie, zuvor hat sich der Betrieb schon mit Mikroskopen einen internationalen Ruf verschafft. Besondere Bekanntheit erlangte das Unternehmen auch mit ihren Kameras der M-Reihe. Die erste Messsucherkamera dieser Sparte war die Leica M3 (1954). Nicht zuletzt trugen viele bedeutende Fotografen, welche Kameras von Leica nutzten, zum weiteren Erfolg des Namens bei. Die Kameras und Objektive von Leica sind schon immer relativ hochpreisig gewesen, doch bestechen durch ihre Verarbeitung, die damit verbundene Langlebigkeit und ihre Abbildungsleistung.


Lichtwert

Der Lichtwert (kurz LW) oder auch Exposure Value (kurz EV) genannt, ist ein Wert zur Berechnung von Belichtungsmöglichkeiten. Ein Lichtwert ist mit einer Blendenstufe (engl. F-Stop) gleichzusetzen.


Lichtwertkorrektur

Die Lichtwertkorrektur oder auch Belichtungskorrektur ist ein Eingreifen in die Belichtung, üblicherweise wenn diese von einer Automatik übernommen wird. Mithilfe der Belichtungskorrektur kann der Fotograf, wenn er eine andere Vorstellung von der Umsetzung der Aufnahmesituation hat und die Arbeitsweise der Belichtungsautomatik versteht, in den Prozess der Belichtung eingreifen. Die Korrektur wird dabei in Lichtwerten (oder auch Blendenstufen genannt) angegeben.


Medienerfahrung

Medienerfahrung deklariert den kompletten Wissensfundus (Erfahrung) eines Individuums bezüglich einer oder mehreren Arten von Informationsträgern zur Kommunikation (Medium). Nicht zu verwechseln mit der Medienkompetenz, welche für den verantwortungsvollen Umgang alltäglich präsenter Massenmedien steht.


Moiré-Effekt

Als Moiré-Effekt oder Moiré werden Bildstörungen bezeichnet, welche bei Aufnahmen mit digitalen Kameras entstehen. Dieser Effekt tritt bei gleichmäßigen, sich wiederholenden Mustern auf. Beispielsweise bei Kacheln, Dachziegeln und Stoffen. Dabei kommt es zu einer Art Flimmern und teilweise zu Farbverschiebungen. Dieser Bildfehler entsteht, weil der Aufbau der einzelnen Pixel eines Sensors ebenfalls einem gleichmäßigen Raster folgt und sich beide Muster überlagern. Um diesen Abbildungsfehler bei digitalen Kameras zu vermeiden, werden unter Umständen Tiefpassfilter verbaut.


Daidō Moriyama

Daidō Moriyama (* 10. Oktober 1938) ist ein erfolgreicher japanischer Fotograf. Bekannt wurde er überwiegend durch seine Fotobücher. Seinen ersten Fotoband veröffentlichte er 1968 unter dem Namen Japan, ein Theater. Moriyamas Ausdrucksweise besteht aus kontrastreichen Schwarzweißaufnahmen, welche er mit möglichst kompakten Kameras aufnimmt. Er konzentriert sich überwiegend auf Straßenfotografie, welche häufig den Rand der Gesellschaft bebildert. Sein Stil hat die japanische Fotoszene stark geprägt.


Filmempfindlichkeit

Die Empfindlichkeit gegenüber Licht von fotografischen Aufnahmematerialen, sei es ein Film oder ein Sensor, bestimmt die Menge an Licht, die über einen bestimmten Zeitraum gespeichert werden kann. Wird ein Material verwendet, welches stärker für Licht empfindlich ist, so wird bei gleicher Belichtungszeit ein helleres Foto erzeugt.

Die Empfindlichkeit eines Films oder Sensors wird in ASA, DIN oder ISO angegeben. Ursprünglich gab es einige unterschiedliche Angaben. Heute ist die Angabe in ISO gebräuchlich, was eine Kombination aus ASA und DIN in ist. Trotzdem wird bei einer modernen Digitalkamera und im allgemeinen Austausch unter Fotografen immer nur die ASA angegeben, obwohl eigentlich von ISO die Rede ist.

Die ASA-Reihe sieht so aus (ohne Drittelstufen):
25/50/100/200/400/800/1600/3200/6400

In der Reihe wird eine Verdopplung/Halbierung des Wertes deutlich. Das entspricht einer Blendenstufe. Je höher der Wert ist umso empfindlicher reagiert das Aufnahmemedium auf Licht. Gleichzeitig vermindert sich bei stärkerer Empfindlichkeit für Gewöhnlich die Auflösung und Bildqualität. Je empfindlicher der Film ist, umso gröber ist das Korn. Vergleichbar mit dem Rauschen in der Digitalfotografie.


Nintendo

Nintendo ist ein japanischer Hersteller von Videospielen und Spielekonsolen. Gegründet 1889 produzierte Nintendo erst Spielkarten. Die bekanntesten Konsolen von Nintendo sind: Nintendo Entertainment System (NES 1983), Super Nintendo Entertainment System (SNES 1990), Nintendo 64 (1996), Nintendo Game Cube (2001) und die Nintendo Wii (2006). Besonders hervozuheben sind ebenfalls die Handelds (portablen Spielekonsolen): Game Boy (1989) und Nintendo DS (2004). Nintendo ist ebenfalls verantwortlich für eine Vielzahl an legendärer Spieleserien. Darunter Super Mario (1983), The Legend of Zelda (1986) und Pokemon(1998).


Nintendo Entertainment System

Das Nintendo Entertainment System ist eine von Nintendo (kurz NES) entwickelte Spielekonsole. Es kam 1983 auf den Markt und bot eine Plattform für viele bekannte Spiele und Spieleserien, welche auch heute noch fortbestehen. Das NES erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit und wurde sogar in einer kompakten Neuauflage mit bereits vorinstallierten Spielen auf den Markt gebracht.

Der Nachfolger, das Super Nintendo Entertainment System (kurz SNES), wurde 1990 herausgebracht.


Normalbrennweite

Eine Normalbrennweite hat einen Bildwinkel von 40 bis 60 Grad. Bei diesen Bildwinkeln sind die Perspektive und Proportionen in etwa so, wie wir sie mit unseren Augen wahrnehmen. Bei Kleinbild ist die Normalbrennweite üblicherweise 50 mm, bei Mittelformat zwischen 80 mm (6 x 6 cm) , 90 mm (6 x 7 cm) und 105 mm (6 x 9 cm), bei Großformat (4×5 Inch) circa 150 mm.


Offenblende

Als Offenblende wird die größtmögliche Öffnung eines Objektivs bezeichnet. Die Offenblende ist auch die sogenannte Lichtstärke eines Objektivs.


Pentax

Die japanische Marke Pentax wurde 1919 unter dem Namen Asahi Kōgaku Kōgyō Goshi-gaisha (etwa Optische Werke Asahi) gegründet. Zunächst wurden, wie der Name vermuten lässt, nur Brillengläser und Linsen für Objektive hergestellt. 1938 wurde das Unternehmen in Asahi Kōgaku Kōgyō Kabushiki-gaisha (engl. Asahi Optical Co., Ltd.) umbenannt und begann mit der Produktion von Kameras. Die erste Spiegelreflexkamera war die Asahiflex (1952), welche ab 1957 unter dem Namen Asahi Pentax vertrieben wurde. Ab 1964 trat der Name Asahi in den Hintergrund und vornehmlich wurden die Produkte unter dem Namen Pentax vermarktet. 2002 Wurde die Firma schließlich in Pentax Co. umbenannt. 2011 ist Pentax an die ebenfalls japanische Firma Ricoh weiterverkauft worden. Die Spiegelreflexkameras und spiegellosen Kameras mit Wechselobjektiven werden weiterhin unter dem Markennamen Pentax vertrieben.


Ricoh

Die Marke Ricoh wurde 1936 in Japan gegründet und vertrieb vorerst Fotopapier, sowie ab 1938 Kameras für semi-professionelle Anwender:innen. Später etablierte sich das Unternehmen mit einem großen Aufgebot an Bürogeräten. Seit den 1980/90ern produziert Ricoh ebenfalls erfolgreich elektronische Bauteile, darunter waren beispielsweise die Prozessoren für bekannte Spielekonsolen von Nintendo, dem NES und SNES. 1996 wurde mit der Ricoh GR1 die berühmte Serie von edlen Kompaktkameras etabliert, woran sich nicht nur Amateur:innen erfreuten. Aufgrund der Kompaktheit und gleichzeitig hochwertigen Ausstattung, wurde die GR-Serie schnell auch unter den Personen vom Fach sehr beliebt. Besonders Fotografierende, die viel auf der Straße unterwegs sind, schätzen diese Modellreihe sehr. Diese Serie von kompakten Filmkameras wurde 2005 mit der Ricoh GR Digital fortgesetzt. Seit 2013 heißt diese Produktreihe wieder nur „GR„. Die Ricoh GR II kam 2015 und die GR III im Jahr 2018 auf den Markt. Seit 2011 wurde die ebenfalls japanischen Firma Pentax an Ricoh weiterverkauft. Spiegelreflexkameras und spiegellose Kameras mit Wechselobjektiven werden weiterhin unter dem Markennamen Pentax vertrieben, Kompaktkameras verbleiben unter dem Namen Ricoh.


Rodenstock

Die Rodenstock GmbH mit Sitz in München wurde 1877 gegründet und vor allem für seine Großformat-Objektive und der späteren Zusammenarbeit mit der ursprünglich schweizerischen Firma Sinar bekannt. Aktuell ist das Unternehmen auf Brillengläser spezialisiert, hat aber eine Produktion an exzellenten Objektiven für (digitale) Fachkameras.


Schärfentiefe

Die Schärfentiefe ist eine Angabe zur Deklaration des scharfen Bereichs, welcher sich bei fotografischen Systemen im Raum ausbreitet. Es ist die Größe des scharfen Bereichs, welcher sich vor und hinter dem Fokuspunkt ausbreitet. Wenn, wie bei Portraits, nur das Gesicht oder die Augen scharf abgebildet werden sollen und der Hintergrund in Unschärfe, dem sogenannten Bokeh, verschwimmt, ist von einer selektiven Schärfe oder einer geringen Schärfentiefe die Rede. Wird bei Landschaftsaufnahmen, der gesamte Raum der Aufnahme scharf abgebildet (beispielsweise Vorder- Mittel- und Hintergrund), entspricht das einer große Schärfentiefe. Die Schärfentiefe ist vom Abbildungsmaßstab und der verwendeten fotografischen Blende abhängig. Der Abbildungsmaßstab ändert sich je nach verwendeten Aufnahmeformat, der verwendeten Brennweite und der Entfernung zum Motiv. Je größer der Abbildungsmaßstab ist, umso geringer fällt die Schärfentiefe aus. Mit großen Aufnahmeformaten ist es also schwieriger eine komplette Schärfe zu erreichen. Je kleiner die Blendenöffnung ist, umso größer wird die Schärfentiefe.


Schneider-Kreuznach

Jos. Schneider Optische Werke (Schneider-Kreuznach) wurde 1913 in Bad Kreuznach gegründet. Das Unternehmen wurde vor allem für seine Großformatobjektive bekannt.


Spiegelreflexkamera

Eine Spiegelreflexkamera ist vereinfacht ausgedrückt eine Kamera, bei welcher über einem Spiegel- und Prismen-System die Sicht durch das Objektiv und damit der, je nach Modell, relative oder exakte Zustand der Aufnahme über den Sucher ausgegeben wird. Dabei ist hauptsächlich zwischen SLR– (Single Lens Reflex) und TLR-Kameras (Twin Lens Reflex) zu unterscheiden. Eine SLR-Kamera ist die gängigste Bauweise, bei der ein hochklappbarer Spiegel zwischen Objektiv und Filmebene angebracht ist. Bei einer Twin Lens Reflex Kamera ist ein fester Spiegel verbaut. Die Möglichkeit seinen Ausschnitt zu komponieren und gleichzeitig zu fotografieren wird, wie der Name vermuten lässt, durch zwei Objektive realisiert. Das eine Objektivzeigt den Bildausschnitt, welcher über einen Spiegel auf eine Mattscheibe übertragen wird während die andere Linsen Apparatur für die Belichtung des Filmes zuständig ist.


Teleobjektiv

Ein Teleobjektiv ist eine lange Brennweite mit kürzerer Bauweise. Fälschlicherweise werden umgangssprachlich alle langen Brennweiten pauschal als Teleobjektiv deklariert.


Tiefpassfilter

Bildsensoren nehmen bestimmte Frequenzen an Wellenlängen des Lichts als elektrische Ladung auf, die dann als analoge Spannungssignale ausgelesen und anschließend digitalisiert werden. Genau wie bei Mikrofonen, die mit akustischen Frequenzen arbeiten. Dabei gibt es Licht mit unterschiedlicher Wellenlänge. Um sogenanntes Moiré zu verhindern werden Tiefpassfilter vor dem Sensor platziert, um Lichtwellen mit kurzer Wellenlänge (hohe Frequenz), die für den Moiré-Effekt verantwortlich sind, zu blockieren. Dadurch kann nur Licht mit größeren Wellenlängen (niedrigere Frequenz) zum Bildsensor gelangen. Der Einsatz eines Tiefpassfilters sorgt für eine Reduktion der Auflösung, da einige Bildinformationen und kleine Details verloren gehen.


Weitwinkelobjektiv

Ein Weitwinkelobjektiv hat einen Bildwinkel der größer als der einer Normalbrennweite ist (60 Grad oder größer). Meist wird es mit Landschaften oder Architektur in Verbindung gebracht – Fotos, bei denen viel auf einer Aufnahme gezeigt wird.


Weißabgleich

Als Weißabgleich wird die Anpassung der Kamera auf die Farbtemperatur der Aufnahmesituation bezeichnet. Die Farbtemperatur ist eine Angabe, um den farblichen Eindruck einer Lichtquelle zu bestimmen. Diese Angabe der Farbtemperatur erfolgt in Kelvin, kurz K. Je höher die Angabe in Kelvin ist, umso kühler ist der Eindruck (erhöhter Blauanteil). Bei einem erhöhten Anteil an Gelb, einer wärmeren Farbgebung, ist von einer niedrigeren Angabe auszugehen. Eine Kerze hat beispielsweise eine Farbtemperatur von etwa 1500 Kelvin und eine 200W Glühlampe von Etwa 3000 Kelvin. Beide Lichtquellen sind also warm. Tageslicht liegt bei etwa 5000 bis 6000 Kelvin, je nach Tageszeit und Wetter, im mittleren Segment. Besonders vormittags und nachmittags an einem sonnigen Tag wird bei 5500 Kelvin von einem sehr neutralen Licht gesprochen. Wenn die Sonne untergegangen ist, doch noch Licht in die Atmosphäre strahlt, ist das Licht mit 9000 bis 12000 Kelvin, sehr blau. Daher wird diese Tageszeit auch Blaue Stunde genannt.

Bei Filmmaterialen ist die spektrale Empfindlichkeit bei der Herstellung festgelegt. Aus diesem Grund gibt es Filme für Tageslicht und Kunstlicht. Alternativ kann mit farbigen Filtern auftretenden Farbverschiebungen entgegengewirkt werden.


Carl Zeiss

Die Carl Zeiss AG ist ein mittlerweile international aufgestelltes Unternehmen mit dem Sitz in Oberkochen. Die Firma ist schon immer für ihre besonderen optischen Geräte und Linsen mit herausragender Qualität bekannt. Viele Kameras wurden mit Zeiss Objektiven bestückt. Darunter die Rolleiflex und Hasselblad-Systeme. Auch für Planetarien und sogar Satelliten baut das Unternehmen Objektive. Seit 2015 produziert das Unternehmen Objektive unter der Aufsicht von Zeiss-Mitarbeitern bei der Firma Cosina in Japan. Darunter sind Objektive für moderne Systeme, wie die von Sony und klassische Konstruktionen, die komplett manuell aufgebaut sind und auch an (älteren) mechanischen Kameras funktionieren.


Zubehörschuh

An Kameras gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Typen an Vorrichtungen, um Zubehör am Gehäuse zu befestigen. Der Zubehörschuh (engl. cold shoe genannt), dient ausschließlich zur Befestigung, wobei hingegen der Blitzschuh (engl. auch hot shoe) Kontakte aufweist, die für eine Blitzsynchronisation sorgen.